Friedensnetz Baden-Württemberg
24.03.2016
Pressemitteilung

Grenzen öffnen für Menschen, Grenzen schließen für Waffen!

Ostermärsche in Stuttgart und Baden-Württemberg

Kriege, immer neue Kriegseinsätze und Kriegsunterstützung, Waffenlieferungen und eine Politik der Industriestaaten, die keinerlei Bereitschaft und Phantasie aufbringt, die vielen Konflikte und Probleme mit friedlichen politischen Mitteln zu lösen, sind nach Auffassung der Friedensbewegung die Hauptursache für Tod und Elend in den Konfliktgebieten, die Hundertausende zur Flucht aus ihrer Heimat zwingen.

Statt aus den katastrophalen Verhältnissen, die die Kriege der jüngeren Vergangenheit in Ländern wie dem Irak, Afghanistan, Jugoslawien, Libyen und anderswo geschaffen haben zu lernen, werden immer neue Kriegseinsätze Bombardements und Waffenlieferungen beschlossen und auf den Weg gebracht, ist die Bilanz die der diesjährige Aufruf zu den Ostermärschen zieht.

„Damit muss endlich Schluss sein“, fordern die zahlreichen Friedensgruppen und Organisationen, die auch in diesem Jahr in Baden-Württemberg wieder zum Ostermarsch für den Frieden aufrufen.

„Fluchtursache Krieg bekämpfen! Kriegseinsätze sofort beenden!“ ist das Motto, unter dem die Friedensaktivisten am kommenden Karsamstag, 26. März mit dem landesweiten Ostermarsch durch Stuttgart ziehen werden.

Der Ostermarsch beginnt um 12 Uhr beim „Karrierecenter“ der Bundeswehr bei der Löwentorbrücke und wird von dort in einem bunten Zug zum Schlossplatz demonstrieren.

„Dieses „Karrierecenter“ ist ein Brennpunkt der Militarisierung in Stuttgart“ erklärt Dieter Lachenmayer als Sprecher des Friedensnetzes Baden-Württemberg, das seit den 80er Jahren jährlich Ostermärsche organisiert. „Schon mit dem Namen, wird das Kriegshandwerk, das untrennbar mit dem Töten von Menschen verbunden ist, zur Berufskarriere verharmlost.“

Dennoch steht nicht die Bundeswehr, sondern eine Politik, die Hochrüstung und Kriegseinsätze mittlerweile wieder als selbstverständliches Mittel der Durchsetzung von Interessen versteht, im Mittelpunkt der Kritik der Friedensdemonstranten.

„Von Baden-Württemberg und Stuttgart muß Frieden ausgehen“ ist eine der Parolen des Ostermarsches.

Die Ostermarschierer fordern deshalb Friedensbildung statt Militarisierung, das Verbot von Rüstungsexporten und die Umstellung der Waffenproduktion auf zivile Produkte. Entschieden setzen sie sich für die Schließung der US Kommandozentralen EUCOM und AFRICOM in Stuttgart ein, die Drehscheiben für die meisten Kriegseinsätze der letzten Jahre waren und sind.

Diese Themen werden von den Rednerinnen und Redner auf der Abschlusskundgebung des Ostermarsches aufgegriffen werden:

Anne Rieger, eine der Sprecherinnen des Arbeitsausschuss Friedensratschlag, Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter der IG Metall, Paul Schobel, Betriebsseelsorger a.D. und Ceyda Tutan, die als Mitglied der Migrantenorganisation DIDF (Föderation demokratischer Arbeitervereine aus der Türkei) auf die Situation in der Türkei und an der syrischen Grenze eingehen wir. Begleitet werden die Reden von den „Wüstenblumen“ einem Bandprojekt der BruderhausDiakonie Reutlingen.

Dieter Lachenmayer

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